HÖR MAL, WER DA SCHRAUBT: WAS IN EIGENARBEIT GEHT – UND WAS NICHT
BLOG JUNI 2020

HÖR MAL, WER DA SCHRAUBT: WAS IN EIGENARBEIT GEHT – UND WAS NICHT

Mit Eigenarbeiten am Haus lassen sich problemlos einige Tausend Euro sparen. Wer braucht schon Handwerker und Spezialisten, wenn es doch auch die eigenen Hände regeln? Gerade im Bereich der Sanitärinstallation finden sich ambitionierte Selbermacher – und leider auch viel „Pfusch am Bau“. Wir zeigen Ihnen, welche Arbeiten Sie in Eigenleistung durchführen können – und wo Sie besser Profis ranlassen sollten.

Das geht in Eigenleistung

Grundsätzlich gilt: Übernehmen Sie nur die Arbeiten, bei denen Sie genau wissen, was Sie da gerade tun. Sich selbst falsch einzuschätzen kann im besten Fall eine schlecht sitzende Dichtung – und im schlimmsten Fall ein tödlicher Stromschlag bedeuten.

Eigenleistung: Spüle einbauen

Trauen Sie sich den Umgang mit Stichsäge, Masstab, Dichtmitteln und ein gewisses Augenmaß zu? Dann sollte dem Einbau einer Spüle in Ihre neue Arbeitsplatte nichts im Wege stehen. Heikel ist hier neben dem genauen, präzisen Ausrichten der Spüle auch und vor allem das sorgfältige Verbinden von Spüle, Siphon und Wandanschluss. Legen Sie hier größten Wert auf einwandfrei sitzende Dichtungen, eine optimale Verschraubung und natürlich die benötigte Neigung der Rohre zum Abfluss des Wassers, kann hier eigentlich gar nichts schiefgehen!

Eigenleistung: Armatur anbringen oder austauschen

Auch der Austausch einer Armatur – auch lapidar Wasserhahn genannt, kann mit ausreichend handwerklichem Geschick in Eigenleistung durchgeführt werden. Wichtig ist hier der Umgang mit Rohrzange, Flanschen, Fittings und Gewinden. Wenn Sie wissen, wann ein Gewinde ausreichend angezogen ist und wie man Verbindungen abdichtet, braucht für den Einbau einer Armatur kein Fachunternehmen beauftragt werden.

Das geht gar nicht in Eigenleistung

Sparsame Häuslebauer kommen stellenweise auf kuriose Ideen. So gehört es zu unserer täglichen Routine, dass wir ein defektes Rohrstück austauschen sollen – und vor Ort dann auf ein Abwassersystem treffen, was jenseits aller Normen installiert wurde. Beginnend bei falsch gewählten Durchmessern über vergessene Rückstauklappen bis hin zu bestenfalls suboptimaler Steigung haben wir hier schon wirklich alles gesehen! Daher unser dringender Rat: Finger weg von allen Rohren, die sich in einer Wand oder im Erdreich verbergen. Nicht nur, dass hier anstehende Reparaturen alleine durch den Zeitaufwand extrem teuer werden können: Auch Versicherungen verweigern in vielen Fällen die Zahlung im Schadensfall, sofern Rohrsysteme nicht von einem Fachunternehmen installiert wurden!