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Blog November 2020

Kurioses aus unserer Branche (III): Further down the spiral

Sie dachten, Sanitärtechnik ist langweilig? Weit gefehlt, denn in unserem Alltag erleben wir tagein tagaus überaus kuriose, amüsante und außergewöhnliche Fälle. Freuen Sie sich auf einen Ausflug in das Kuriositätenkabinett und erfahren Sie heute, wie man mit einer Rohreinigungsspirale eine Toilette verwüsten kann.

In der Regel sind Rohrreinigungsspiralen eine recht gefahrlose Angelegenheit. Zumindest dann, wenn sie sich in richtigen Händen befinden. Dass man durch eine Rohrreinigungsspirale aber auch einen Sachschaden von mehreren Tausend Euro bewirken kann, musste unlängst ein Mann aus Sachsen feststellen.

„Der Pott ist dicht – da hilft nur eines!“

Besagter Mann stellte eines schönen Morgens nach seinem Stuhlgang fest, dass die Toilette offensichtlich verstopft war – das Wasser samt Inhalt wollte nicht mehr ablaufen. Gut, wenn man im Hobbykeller eine Rohrreinigungsspirale für den Fall der Fälle aufbewahrt! Frohen Mutes ging der Mann ans Werk, bahnte sich mit der Spirale den Weg durch Wasser, Papier und Kotberge, gelangte immer tiefer in das Rohrleitungssystem („Irgendwo hier muss das Dingen doch verstopft sein“) – und plötzlich ging nichts mehr. Weder vor noch zurück, die Spirale steckte fest.

„Ich zieh dann mal ein wenig fester …“

… dachte sich der Mann und zog mit all seiner Kraft an der festsitzenden Rohrreinigungsspirale. Doch die Spirale steckte weiterhin unbeweglich tief und fest im Rohrleitungssystem des Hauses fest. Offenbar war dieser Mann nicht von der geduldigen Sorte. Denn anstatt planvoll vorzugehen, setzte er auf die Macht roher Gewalt. Mit einem Anflug unbändigen Hasses zog er an der Spirale – und endlich! Mit einem fast schon zärtlichen „Pflatsch“ löste sich die Spirale aus der engen Umklammerung des Rohres, vollführte einen Tanz in der Luft – und schlug schlussendlich mit der Kraft eines mittelgroßen Asteroiden in den Badezimmerspiegel ein.

Kettenreaktion wie aus dem Lehrbuch

Noch während der Spiegel sich in seine Einzelteile zerlegte, verlor der Mann das Gleichgewicht, stolperte und fiel so unglücklich gegen die Toilette, dass diese aus ihrer Verankerung gerissen wurde. Das Gemisch aus Wasser, Papier, Kotresten und sonstigem Sammelsurium ergoss sich in einem Schwall über den Mann und den Boden des Badezimmers, nur um direkt durch den Türspalt der Badezimmertüre in den Flur zu laufen. Dort angelangt, hatte die unappetitliche Brühe das große Verlangen, sich diskret in die Fugen des gerade frisch verlegten Holzbodens zurückzuziehen.

Das Ende vom Lied: Der Einsatz der Spirale kostete den Mann am Ende unterm Strich exakt 3593 Euro und 47 Cent. Selbstverständlich zuzüglich Mehrwertsteuer. Was lernen wir daraus? Auch vermeintlich einfache Tätigkeiten können schwere Folgen haben.

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