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Blog Juli 2020

Öfters mal die Klappe... warten! Die Rücklaufklappe wird gerne mal vergessen...

So klein und unscheinbar, aber doch so wichtig: Die Rücklaufklappe verhindert bei starken Regenfällen das Zurücklaufen von Abwasser aus der Kanalisation in Richtung der Hausanschlüsse. Eigentlich – denn bei Wartungsarbeiten wird die Pflege der Rücklaufklappe gerne mal vergessen.

In der Regel ist die öffentliche Kanalisation rein aus Kostengründen nicht auf schwere Unwetter ausgelegt. Wie der Klimawandel jedoch deutlich zeigt, ist in Zukunft vermehrt mit Starkregen zu rechnen. Alle Abwasserleitungen im Haus, die unterhalb des sogenannten Regenwasserpegels liegen, sind bei starken Regenfällen immensem Wasserdruck ausgesetzt. Ist keine Rückstauklappe vorhanden oder diese in ihrer Funktion eingeschränkt, wird Abwasser in das Rohrsystem des betroffenen Hauses gedrückt – und kann Wasserschäden bis hin zu vollständig überfluteten Kellern verursachen. Gründe genug, der kleinen, unsichtbaren Klappe erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen!

 

Alles in der Norm?

Wie so ziemlich alle technischen Einrichtungen ist auch die Rücklaufklappe genormt. Abhängig von der verbauten Rücklaufeinrichtung sind jährliche Wartungen durch einen Fachbetrieb vorgeschrieben. Prinzipiell wird zwischen drei unterschiedlichen Systemen unterschieden:

 

  • Freiliegende Rücklaufklappen, die bei Sanierungen häufig freilegend an eine Entwässerungsanlage angeschlossen werden
  • In die Bodenplatte eines Hauses integrierte Rückstauanlagen, die vor allem durch den geräuscharmen Betrieb und die platzsparende Bauweise überzeugen
  • Extern installierte Rückstaueinrichtungen, die in einem Schacht vor dem Gebäude verbaut sind und so Pumpgeräusch völlig unterbinden

  

Warum das Warten der Klappe so wichtig ist

Klar – Wartung und Pflege kostet. Doch ungewartete Anlagen kosten mehr! Denn versagt bei einem Starkregen die Rücklaufklappe, bleiben Hausbesitzer häufig auf dem Schaden sitzen. Versicherungen tendieren dazu, schlecht gewartete Systeme aus der Versicherungsleistung herauszunehmen. Anders herum profitieren Sie durch regelmäßige Wartungen – nämlich dann, wenn der Hersteller Ihrer Abwasseranlage die regelmäßige Wartung durch eine verlängerte Garantiezeit honoriert!

 

Kann ich die Klappe auch selber warten?

Grundsätzlich spricht nichts gegen eine Wartung der Rücklaufklappe in Eigenregie – wenn das große ABER nicht wäre! Denn wenn Sie gemäß DIN Norm dazu verpflichtet sind, die Wartung zweimal jährlich durch einen Fachbetrieb durchführen zu lassen (wie es bei Systemen für fäkalienhaltiges Abwasser gemäß DIN 1986 der Fall ist), so dürfen Sie hier nicht selber Hand anlegen! In diesem Fall würden Sie zuverlässig den Versicherungsschutz außer Kraft setzen und im Schadensfall auf allen Kosten sitzenbleiben.

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